ADAS HIL Testing
Kameras tragen dazu bei Verkehrssicherheit und Fahrkomfort zu verbessern
Der Einsatz von Kameratechnik im Automotive-Bereich ist seit vielen Jahren fester Bestandteil moderner Fahrzeugentwicklung. Was einst mit einfachen Rückfahrkameras begann, hat sich zu einem komplexen, vernetzten Sensorsystem entwickelt, das heute eine zentrale Rolle in Fahrerassistenzsystemen (ADAS) und zunehmend auch in automatisierten Fahrfunktionen spielt. Kameras erfassen das Fahrzeugumfeld in hoher Auflösung und liefern die visuelle Grundlage für viele Funktionen.
Durch kontinuierliche Fortschritte in der Bildsensorik, Optik und Echtzeit-Bildverarbeitung konnten Reichweite, Dynamikumfang und Zuverlässigkeit der Systeme stetig verbessert werden.
Für die Absicherung kompletter Fahrerassistenzsysteme kommt ADAS HIL Testing (Hardware-in-the-Loop) zum Einsatz. Hier werden reale Steuergeräte, Kameras oder Sensoren mit simulierten Fahrzeug- und Umgebungsdaten verbunden. Die zuverlässige Übertragung großer Datenmengen über ASA-ML oder MIPI-A-PHY bildet dabei eine wichtige Grundlage, um reale Kommunikationsbedingungen präzise nachzubilden und sicherheitskritische Szenarien reproduzierbar zu testen.
✔ Spurhalteassistent
✔ Verkehrszeichenerkennung
✔ Notbremsassistenz
✔ Parkassistenz oder 360-Grad-Rundumsicht
✔ Fernlichtassistent
Erfahren Sie, wie Sie diese Funktionen überprüfen:
→ Kontrolle mit Video Dragon
Mehrere Kameras in modernen Fahrzeugen – an Front, Heck, Außenspiegeln und im Innenraum
Kamerasysteme tragen maßgeblich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, zur Reduzierung von Unfallrisiken und zur Verbesserung des Fahrkomforts bei. Gleichzeitig bilden sie eine technologische Grundlage für zukünftige hochautomatisierte und autonome Fahrzeuggenerationen.
Mit der zunehmenden Anzahl an Kameras sowie steigenden Auflösungen und Bildraten wächst auch der Bedarf an leistungsfähigen, robusten und standardisierten Datenübertragungslösungen innerhalb des Fahrzeugs. Hier wird der von der MIPI Alliance entwickelte Standard MIPI A-PHY eingesetzt. MIPI A-PHY ist eine serielle Physical-Layer-Spezifikation, die speziell für den Einsatz im automobilen Umfeld konzipiert wurde und die zuverlässige Übertragung großer Videodatenmengen über mehrere Meter Leitungslänge ermöglicht.
Der Standard wird typischerweise für die Verbindung von Kameramodulen mit zentralen Steuergeräten, Domänencontrollern oder Hochleistungsrechnern genutzt. Dabei überträgt MIPI A-PHY hochauflösende, meist unkomprimierte Videodaten mit sehr geringer Latenz – eine wesentliche Voraussetzung für sicherheitskritische Anwendungen wie Notbrems- oder Spurhaltesysteme. Gleichzeitig erlaubt die bidirektionale Kommunikation neben den Bilddaten auch die Übertragung von Steuer-, Konfigurations- und Diagnosesignalen über dieselbe physikalische Verbindung.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die hohe elektromagnetische Robustheit des Standards. Fahrzeuge stellen aufgrund zahlreicher elektrischer und elektronischer Komponenten eine anspruchsvolle EMV-Umgebung dar. MIPI A-PHY wurde daher gezielt auf Störfestigkeit, Fehlertoleranz und funktionale Sicherheit ausgelegt. Mechanismen zur Fehlererkennung und -korrektur unterstützen die Einhaltung automobiler Sicherheitsanforderungen und gewährleisten eine stabile, deterministische Datenübertragung.
Somit ergänzt MIPI A-PHY den seit Jahren etablierten Einsatz von Kameratechnik im Automotive-Bereich um eine leistungsfähige und zukunftssichere Übertragungsbasis. Gemeinsam bilden hochentwickelte Bildsensorik und robuste Hochgeschwindigkeits-Datenlinks das Fundament moderner Fahrzeugarchitekturen und der weiteren Evolution hin zu vernetzten und automatisierten Mobilitätslösungen.
Die Lösung für hochgenaue Tests: LVDS Frame Grabber & Generatoren
Mit LVDS Frame Grabber & Generatoren von GÖPEL electronic überprüfen Sie die Datenübertragungen von Display, Kamera und/oder ECU effektiv und genau.
Welchen Video-Übertragungsstandard nutzt ihr Prüfling?
GMSL FPD‑Link APIX A‑PHY ASA‑ML GVIF